Zielgruppen
Hochschulen
Bis
2011 verdoppelt sich die Anzahl der Studenten in West-Deutschland,
danach werden starke Einbrüche erwartet. Im Osten Deutschland ist
dieser Einbruch bereits jetzt deutlich spürbar. Der
"Hochschulpakt" den die Kultus-ministerkonferenz vereibart hat, soll diese Folgen mindern.
Durch den
Bologna-Prozess ist die Studienabschluss-Struktur in Deutschland
unübersichtlich geworden. Kontaktstudiengänge und berufsbegleitende
Masterstudiengänge werden Aushängeschilder und „Milchkühe“ der
Hochschulen.
Daraus folgt, dass sich die Hochschulen auf dem
Markt positionieren müssen, um bei verringerter Studentenzahl bestehen
zu bleiben.
Duale Hochschulen
Durch
die Anerkennung des Abschlusses als Bachelor haben die Dualen Hochschulen
eine deutliche Aufwertung erfahren. Sie konkurrieren unmittelbar
mit
den Universitäten und Fachhochschulen um die besten Köpfe. Auch
Akademien müssen ihr Profil schärfen, um auf dem Markt der
Erstausbildung erfolgreich zu sein.
Fachschulen
Ausbildungsangebote
im Dualen System reichen nicht aus: Die Ausbildungs-fähigkeit und –
willigkeit bei kleinen und mittleren Unternehmen bleibt schwierig.
Die vollzeitschulische Ausbildung bleibt weiter notwendig. Am
Fachkräftebedarf orientierte Abschlüsse sind notwendig. So wurden allein 2004 30 neue Berufsbilder eingeführt. Vor allem in Gesundheitsberufen wächst die Nachfrage nach qualifiziertem Personal. Der Nachwuchsmangel wird hier in den nächsten Jahren besonders spürbar werden.
Schulen/ Privatschulen
Seit 1995 ist die Anzahl der Schüler im Osten Deutschlands um 43% gesunken. Bis 2020 wird ein weiterer Rückgang der Schüler um 20% in ganz Deutschland erwartet. Dieser demografische Rückgang an Schülern zwingt öffentliche Schulen um die Schüleranzahlen in Wettbewerb zu treten. Zugleich steigert die steigende Akzeptanz von Schulgeld und die Misere der öffentlichen Schulen den Zulauf auf Privatschulen. Bis 2006 ist die Zahl der Schüler an Privatschulen auf 892.000 gestiegen. Die Schulen müssen sich stärker differenzieren, um am Markt wahrgenommen zu werden.
Weiterbildungsveranstalter
Eine Vielzahl von Instituten und Veranstaltern mit unterschiedlichsten Ange- boten zeigen die starke Zersplitterung der Weiterbildungsbranche. Dabei ist diese mit ca 6 Milliarden € Umsatz eine der größten Branchen in Deutschland. Die größten vier Anbieter erwirtschaften Umsätze über 100 Mio. €, währendsich unzählige Ein-Mann Anbieter am unteren Ende der Umsatzskala befinden. Auch hier können Unternehmen nur mit einer Differenzierung vom Wettbewerb bestehen.